Die berühmten drei Fragezeichen standen bei diesem Projekt an erster Stelle: Wofür sind die Löcher in der Fassade? Was ist das für eine Aushöhlung im Mauerwerk? Was muss getan werden, damit wieder Uhren die Türme schmücken?

Alles begann 2016 mit dem Aufräumen des Ostturmes und dem parallelen Studieren alter Fotografien und einzelner Dokumente. Bei der Säuberung des Turmes entstand die Frage, wie das verlorengegangene Uhrwerk mit den Glocken funktioniert hat. Leider ist jeweils nur eine Fotografie vom Uhrwerk und eine Fotografie von allen Uhrwerksglocken erhalten geblieben. Dies war Ansporn genug, eine Interessengruppe zu bilden, die sich mit der Wiederherstellung der Turmuhren beschäftigt. Es folgten Gespräche mit ehemaligen Mitarbeitern der Kirche, Besuche des städtischen Archivs und Preisanfragen bei ortsansässigen Uhrenherstellern für Fassaden.

2018 gab der St. Petersburger Denkmalschutz seine Einwilligung zur Wiederherstellung der beiden Turmuhren, wenn ein qualifiziertes Projekt vorgelegt wird. 2019 wurde dieses durch Spendengelder finanzierte Schriftstück beim Denkmalschutz eingereicht und bewilligt. Seitdem werden aktiv Spendengelder gesammelt. Der Wunsch ist es, die Einweihung am Reformationstag, 31. Oktober 2021, zu feiern.