Ostern

Michael Schwarzkopf // 2017-04-16 // Zurück zu den aktuellen Berichten

Osterpredigt 2017

Propst Michael Schwarzkopf, Petrikirche

Liebe Schwestern und Brüder!

Mitten in der Nacht zünden wir ein Licht an.
Mitten in der Welt, die Gott so fern ist, erinnern wir an die Taufe.
Mitten im Tod feiern wir Auferstehung.

Als Jesus auferstanden war, zeigte er sich Maria. Mit diesen einfachen Worten sagt uns das Markusevangelium was geschah. Aber was war das? Was heißt Auferstehung? Nicht einmal die Freunde von Jesus konnten es glauben, und erst recht nicht verstehen. Jesus tadelt ihren Unglauben. So hatte er es schon auf dem gemeinsamen Weg durch Israel getan.

Immer, wenn wir Jesu Tadel hören, fragen wir uns: Wie stark ist unser Glaube? Woran können wir erkennen, daß Jesus bei uns ist?
Damals wie heute hat Jesus dieselbe Antwort gegeben: Wer glaubt und getauft wird, der ist bei mir, und ich bin bei dir. Deshalb ist es heute so wichtig, an die Taufe zu erinnern. Sie ist das Zeichen für unseren Glauben. An ihr können wir uns festhalten, im Dunkel der Welt, in der Verwirrung durch unsere Sünde, im Leben, das vom Tod bedroht ist.

Luther sagt - der Glaube macht nicht die Taufe - der Glaube empfängt die Taufe. Wir haben sie empfangen, wir gehen weiter im Glauben. Und Jesus hat seinen Jüngern gesagt, daß der Glaube weitere Zeichen hervorbringt: Die Dämonen müssen weichen, und unsere Seele wird gesund. Wir kennen solche Zeichen auch in unserem Leben: Auf dem Weg gewinnen wir neue Kraft, durch das Abendmahl. So wird der Weg durch die Welt ein Weg zur Auferstehung. Und wir stehen mit den Freunden von Jesus am leeren Grab und bekennen: Der Herr ist auferstanden!

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